Marburg für sein Engagement für den Fairen Handel ausgezeichnet
Im Wettbewerb “Hauptstadt des Fairen Handels 2009″ hat Marburg den ersten Platz erreicht.
Marburg (17. September 2009) - Am Mittwoch, den 16.09.2009 wurde Marburg in Düsseldorf Sieger des Wettbewerbs der „Servicestelle Kommunen in der Einen Welt“ der InWEnt GmbH. Der zweite Preis ging an Saarbrücken und München. Der dritte Preis wurde an die Stadt Chemnitz und die Gemeinde Rumbach vergeben. Dortmund erhielt einen Sonderpreis. Überreicht wurden die Preise von im Wert von insgesamt 100.000 Euro von Karin Kortmann, parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

In diesem Jahr hatten sich 40 Kommunen mit 404 Projekten beworben. Die Jury hatte es nicht leicht eine Entscheidung zu fällen. “Letztlich waren alle Beiträge ein Zeichen für die vielen kooperativen und kreativen Ideen in den Städten und Gemeinden Deutschlands zur Stärkung des Fairen Handelns”, so Michael Marwede von der Servicestelle.
Vor zwei Jahren, als Marburg Vizehauptstadt wurde, meinte Bürgermeister Dr. Franz Kahle „Dieser Preis ist ein Ansporn, neue Projekte in Angriff zu nehmen und den fairen Handel auszuweiten“.
So hat die Stadt Marburg in Kooperation mit dem Marburger Weltladen unter anderem die Faire Kaffeetafel ins Leben gerufen, als Aufforderung an Marburger Gastronomie- und Einzelhandelsbetriebe fair gehandelte Produkte anzubieten. Inzwischen beteiligen sich ca. 40 Marburger Betriebe, die Cafeteria im Landratsamt und Integral mit 17 Schulen im Landkreis, an der Fairen Kaffeetafel.
Ausschlaggebend für den 1. Preis, so die Jury, waren die herausstechende Vielfalt der Aktivitäten, eine optimal genutzte Verknüpfung und Einbindung der Thematik in die Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit sowie die Ansprache vieler verschiedener und neuer Zielgruppen. Stichworte sind Tradition und Innovation. Beeindruckt hat die Jury die Kontinuität in der Projektarbeit, die Kreativität bei der Entwicklung neuer Ideen und Aktionen sowie die stetige, und bestimmt für alle Partner sehr fruchtbare, interkommunale Zusammenarbeit vor allem mit Eisenach und Honduras.
Das Team der Initiative Solidarische Welt e.V./ des Marburger Weltladens, gratuliert der Stadt Marburg zu diesem Titel. Dieser sei Ausdruck für den kontinuierlichen und langjährigen Einsatz der Stadt Marburg für den Fairen Handel, so Sven Wolf vom Vorstand.
Um dauerhaft eine gerechtere Welt zu schaffen, ist es wichtig, dass sich möglichst viele Akteure zusammensetzen und gemeinsam an einem Strang ziehen. Daher hofft die ISW, dass die Stadt Marburg in Zukunft noch mehr Energie in die lokale und regionale Vernetzung steckt, um den Fairen Handel auf eine möglichst breite Basis zu stellen.
Auch Fairhandelsberater Johannes Lauber von den Weltläden in Hessen freut sich „dass eine hessische Stadt den Preis gewonnen hat. Damit werden die vielen kontinuierlichen Aktivitäten in Marburg belohnt.“ Er hofft, dass jetzt auch viele andere hessische Städte sich zu weiterem Engagement motiviert fühlen.
Weitere Informationen: www.marburger-weltladen.de
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